Kopfzeile

Corona-Ausbruchstestung an der Primarschule Hittnau

25. März 2021
An der Primarschule Hittnau wird morgen Freitag, 26. März, flächendeckend auf Corona getestet. Dies hat der Kantonsärztliche Dienst angeordnet. Der Grund: An vier Primarklassen sind mehrere Fälle von Corona-Infektionen aufgetreten. Zwei der Klassen befinden sich seit Mittwoch in Quarantäne.

Die Schule Hittnau ist aktuell vom Corona-Virus stark betroffen. Bis am Mittwoch sind an vier Primar- und einer Sekundarklasse Infektionen bekannt geworden. Bei den zwei betroffenen Unterstufenklassen mussten sämtliche Schülerinnen und Schüler sowie die Lehrpersonen bis vor Ostern in Quarantäne geschickt werden.

Ohne Test kein Unterricht
Am Mittwochabend hat der Kantonsärztliche Dienst reagiert und eine Ausbruchstestung der gesamten Primarschule – Kinder und Lehrpersonen – angeordnet. Diese findet am Freitagvormittag in der Mehrzweckturnhalle statt. Es wird ein PCR-Test mittels Spucktest durchgeführt. Lehrpersonen und Eltern wurden von der Schulleitung im Verlauf des Donnerstags entsprechend informiert.

Weil an der Sekundarschule bisher nur ein positiver Fall verzeichnet werden musste, ist diese Stufe vom aktuellen Ausbruchstest nicht betroffen. Gleiches gilt für den Kindergarten, wo keine Covid-Infektionen bekannt sind.

Eine gesetzliche Pflicht, sich testen zu lassen, besteht allerdings nicht. Deshalb müssen Eltern für ihre Kinder, aber auch die Lehrpersonen eine Einverständniserklärung unterzeichnen. Wer sich nicht testen lässt, muss jedoch mit Konsequenzen leben können. In der aktuellen Situation wird ohne Test nämlich von einer Ansteckung ausgegangen. Das heisst: Kinder werden während der Quarantänedauer von 10 Tagen vom Präsenzunterricht ausgeschlossen; Lehrpersonen dürfen während dieser Zeit nicht unterrichten und müssen unbezahlten Urlaub beziehen.

Altersabhängige Massnahmen
Abgesehen vom geplanten Ausbruchstest an der Primarschule: Die Massnahmen, die beim Auftreten von Corona-Fällen ergriffen werden, sind je nach Alter der Kinder unterschiedlich. An der Unterstufe besteht für die Schülerinnen und Schüler keine Maskentragpflicht. Das hat bei den beiden 2. Klassen, in denen Infektionsfälle auftraten, Konsequenzen: Der Unterricht wurde eingestellt, sämtliche Schülerinnen und Schüler müssen sich bis vor Ostern in Quarantäne begeben. Gleiches gilt auch für die Lehrpersonen der betroffenen Klassen. Für sie gilt zwar Maskenpflicht während des gesamten Unterrichts. Der geforderte Abstand von 1.5 Metern kann gegenüber kleinen Kindern jedoch nicht konsequent eingehalten werden, so dass das kantonale Contact Tracing Quarantäne verfügte.

Weniger einschneidend sind die Massnahmen an Mittel- und Oberstufe. An je einer 4., 5. und 1. Sekundarklasse wurden Kinder positiv getestet. Ab der 4. Klasse besteht für alle Schülerinnen und Schüler Maskenpflicht. Deshalb müssen «nur» die betroffenen Kinder selbst sowie deren Eltern und Geschwister in Quarantäne. Ansonsten läuft der Unterricht im normalen Rahmen weiter

Auch Betreuungsangebot betroffen
Die Folgen der Ansteckungen reichen allerdings über den Unterricht hinaus. Die drei Personen, die in der ausserschulischen Betreuung im Einsatz stehen, hatten Kontakt mit positiv getesteten Kindern und müssen sich demzufolge ebenfalls in Quarantäne begeben. Da damit das gesamte Betreuungspersonal ausfällt, mussten die Betreuungsangebote bis Ostern eingestellt werden. Nicht davon betroffen ist der Mittagstisch, wo der Betrieb – zumindest vorderhand – mit kurzfristig rekrutiertem Ersatzpersonal aufrechterhalten werden kann.

Contact Tracing setzt Massnahmen fest
Die Schulleitung orientiert betroffene Eltern auf dem seit rund einem Jahr bestehenden schulinternen Informationskanal jeweils umgehend über die Situation und die zu treffenden Massnahmen. Diese werden jeweils durch das kantonale Contact Tracing festgesetzt und sind verbindlich. Es liegt nicht in der Kompetenz der einzelnen Schule, davon abweichende Regelungen zu bestimmen – unabhängig davon, ob dies Verschärfungen oder Erleichterungen wären.

Christoph Boog

 

Coronatest