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92 Jahre im Dienst der Schule Hittnau

3. August 2021
Insgesamt 9 Lehrpersonen – vier von ihnen wegen Altersrücktritts - haben per Ende Schuljahr die Schule Hittnau verlassen. Unter ihnen solche, die hier über Jahrzehnte hinweg mit viel Engagement und Herzblut unterrichtet haben, und andere, deren Wirken in Hittnau von kürzerer Dauer war. 92 Dienstjahre haben sie insgesamt hier geleistet. Ganz egal, wohin der weitere Lebensweg sie führt: Die Schule Hittnau dankt ihnen allen für ihren unermüdlichen Einsatz zugunsten unserer Kinder und wünscht für die Zukunft nur das Beste!

Anita Burri (Unterstufe, 26 Jahre)
Wie viele Schulreisen Anita Burri wohl schon organisiert und begleitet hat? Immer wieder durften die Kinder bräteln, Höhlen erforschen, schmutzig werden, dazu kommen Theateraufführungen und unzählige Exkursionen wie auch Museumsbesuche – ein ereignisreiches Schulleben hat sie geführt und ihren Kindern unvergessliche Erlebnisse ermöglicht.
Wie vielen Kindern hat sie wohl seit dem Erhalt ihres Fähigkeitszeugnisses im Jahre 1978 das Lesen beigebracht? Die Lehrmittel dazu änderten sich, lesen haben bei ihr alle Kinder gelernt. Wie viele Veränderungen der Schule Anita Burri miterlebt und mitgetragen hat, kann unsereins nur erahnen.
Mit Anita Burri verlässt uns eine sehr wohlwollende Lehrerin, welche ihre Klassen zusammen mit Daniela Beroggi seit 1995 mit grosser Ruhe und ab und zu einem nötigen kritischen Blick geführt hat. Wenn man mit ihr über Kinder spricht, tönt es immer wieder so: «Er/sie leuchtet!» Anita Burri konnte man es geradezu ansehen, wie sie jedem Kind in ihrem grossen Herz einen Platz gab.

Martin Kieser (Schulischer Heilpädagoge, Mittelstufe, 21 Jahre)
21 Jahre unterrichtete Martin Kieser in Hittnau. 17 Jahre davon war er als Klassenlehrperson auf der Mittelstufe tätig und hat die Schülerinnen und Schüler auf den Weg in die  Sekundarstufe begleitet. Vor vier Jahren hat Martin Kieser nochmals eine neue Herausforderung übernommen und sich als Schulischer Heilpädagoge um unsere leistungsschwächeren Kinder gekümmert.
Für die Schülerinnen und Schüler hatte Martin Kieser stets Herausforderungen bereit und zwar so, dass alle Kinder die Möglichkeit hatten, an ihnen zu wachsen. Den Kindern etwas zutrauen und zumuten war stets ein wichtiger Bestandteil der Lerninhalte. So stellte ein Kind nach einem Opernbesuch fest: „Die Länge der Oper war genau so, dass ich es gerade noch ausgehalten habe“.
Martin Kieser war es stets ein Anliegen, seine Neugierde und Offenheit an die Kinder zu vermitteln. Durch seine gute Beziehung zu ihnen und seine humorvolle Art gelang dies auch sehr oft. Martin Kieser hatte nicht nur ein vorzügliches Gespür für die Entwicklung der Kinder, sondern setzte sich immer auch mit Fragen zur Schule im Allgemeinen auseinander. Er engagierte sich in Entwicklungsthemen und setzte sich für Veränderungen ein.

Ueli Bangerter (Klassenlehrperson, Sekundarstufe, 21 Jahre)
Ueli Bangerter hat in den vergangenen 21 Hittnauer Schuljahren 7 Abschlussklassen ins Berufsleben begleitet. Er tat dies – so sein Wunsch von Beginn an – immer als Klassenlehrperson unserer B-Abteilungen. In dieser Funktion war Ueli Bangerter immer mehr als Wissensvermittler: Er erzog, er unterstützte, er begleitete die Jugendlichen auf ihrem Weg ins Erwachsenenleben. Auf seine Unterstützung und seinen Einsatz konnten sich die Schülerinnen und Schüler verlassen.
Auch abseits des Unterrichtes setzte sich Ueli Bangerter für die Interessen der Jugendlichen und für gemeinsame Anlässe ein. So leitete er nicht weniger als insgesamt 30 Skilager, rund die Hälfte davon in Hittnau. Bei den unterschiedlichen Schulritualen waren seine Klassen seit jeher mit dem Auf- und Abbau beschäftigt, orchestriert durch Ueli Bangerter. So sorgte er zusammen mit der Ritualgruppe dafür, dass für die Schulgemeinschaft zahlreiche Anlässe zustande kamen.
Den Jugendlichen Werte zu vermitteln und Erfahrungen mitzugeben waren wichtige Inhalte seines Unterrichtes. Für die Schülerinnen und Schüler war er eine authentische, engagierte und motivierte Lehrperson, der es wichtig war, die Schule stets mit Fragen des Lebens zu verbinden.

Anina Büchi (Kindergarten, 13 Jahre)
Mit Anina Büchi verlässt eine äusserst vielseitig interessierte Person unseren Kindergarten Oberhittnau. Ihre Interessen reichten - um nur einige wenige zu nennen - von Bergmölchen und Grasfröschen über Snowboardfahren, Malworkshops bis hin zu mathematischen Fragestellungen. So profilierte sie sich als Multitalent mit unzähligen Interessen. Eines ihrer Steckenpferde war die Waldpädagogik. Experimentieren und Nachhaltigkeit wurde von ihr nicht nur besprochen und anschaulich gezeigt, sondern in hohem Masse vorgelebt.
Anina Büchi hat den Kindergarten während 13 Jahren äusserst strukturiert, durchorganisiert und mit grossem Einsatz geführt. Die Kinder lagen ihr am Herzen. Trotz Corona schaffte sie es zusammen mit ihrer Kollegin Irène Spiess immer wieder, den Eltern mittels Fotos und Berichten Einblick in ihren Kindergarten zu geben.

Regula Peter (Schulische Heilpädagogin, Sekundarstufe, 5 Jahre)
Seit August 2016 unterstützte Regula Peter unsere Jugendlichen auf der Sekundarstufe als Schulische Heilpädagogin. Kennzeichnend für ihr Wirken war ihre überaus positive Grundhaltung, ihre Herzlichkeit und ihr Engagement für die leistungsschwächeren Schülerinnen und Schüler. In der Zusammenarbeit mit den Klassenlehrpersonen, welche ihr sehr am Herzen lag, hat sie es geschafft, die Jugendlichen bestmöglich für die folgenden Aufgaben zu motivieren und zu unterstützen. Sei es in der konkreten Übung von lebensnahen Situationen oder auch im Mitgeben von ganz praktischem Alltagswissen. Sie bleibt uns als überlegte, engagierte und stets herzliche Pädagogin in Erinnerung.

Jasmin Weber (5. Klasse, 2 Jahre)
Jasmin Weber hat im August 2019 ihre Aufgabe als Klassenlehrperson an der Mittelstufe angetreten. Bereits im Jahr zuvor war sie an der Schule Hittnau als Vikarin tätig gewesen und hatte sogar während den Abschlussprüfungen ihre ersten Erfahrungen als Lehrperson gesammelt. Den Kindern wird ihr immer sehr vielfältiger Unterricht sicher in Erinnerung bleiben.

Rosmarie Bosshard (Kindergarten, 18 Jahre + 2 Jahre)
Nach ihrem Eintritt in den Ruhestand gab Rosmarie Bosshard vor zwei Jahren ein Comeback im Kindergarten Hittnau. Sie verlässt uns somit nun zum zweiten Mal.
Sie begleitete ein ISR-Kind, führte zeitweise das verwaiste Psychomotorikgrüppli, übernahm die Entlastungslektionen der grossen Klasse im Kindergarten Oberdorf und war flexibel für weitere Vikariate. Rosmarie Bosshard inspirierte und begeisterte die Kindergartenkinder immer wieder und führte sie gelassen und mit grosser Ruhe durch den Alltag.

Nadine Bärtschi (2. Klasse, Vikariat für Mutterschaftsurlaub)
Sie hat in den Sportferien ihren Stellvertretungseinsatz geplant, ohne genau zu wissen, wo die Klasse steht. Kaum da, musste die Klasse nach gut 3 Wochen bereits in die Quarantäne. Auch da war Nadine Bärtschi äusserst flexibel und hat den ganzen Abend mit Vorbereitungen noch im Schulzimmer verbracht. In den Frühlingsferien war die Vorbereitung viel einfacher, da sie die Klasse bereits kannte.

Veronika Meyer (Klassenassistenz, 1 Jahr befristet)
Aufgrund der übergrossen Klasse war Veronika Meyer im letzten Schuljahr als Klassenassistenz zur Unterstützung im Kindergarten Oberhittnau im Einsatz. Sie war eine aufmerksame, geduldige und hilfsbereite Klassenassistentin, welche die Lehrpersonen dort unterstützte, wo es sie brauchte. Die Zusammenarbeit mit den Kindergärtnerinnen gestaltete sich reibungslos und angenehm und gewährleistete so die erhoffte Entlastung.

Isabelle Cavadini / Stefan Lingg, Schulleitung

 

Abschied Lehrperson