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Schule Hittnau profitiert vom «Land-Bonus»

9. August 2022

Akuter Lehrermangel, Notfallmassnahmen, Einsatz von Studentinnen und Personen ohne Lehrdiplom vor den Klassen: Die Situation an den Schulen macht Schlagzeilen. Umso erfreulicher, dass in Hittnau auf Beginn des kommenden Schuljahres sämtliche Stellen mit qualifizierten Lehrpersonen besetzt werden konnten.

Der Lehrermangel war diesen Frühsommer ein grosses Thema in den Medien. «Es fehlen tausende von Lehrerinnen und Lehrer», wurde gemeldet. Angesichts der akuten Engpässe auf allen Schulstufen lockerte das Zürcher Volksschulamt die Bedingungen, um als Lehrperson – zumindest befristet – tätig sein zu können. Was zur Schlagzeile führte: Kann nun jeder und jede unterrichten?

Gründe für die schwierige Personalsituation in den Klassenzimmern wurden zahlreiche geortet. Was den generellen Mangel betrifft, hat die einzelne Gemeinde oder Schule kaum Einflussmöglichkeiten. Hingegen kann sich eine Schule durchaus so positionieren, dass sie auf dem ausgetrockneten Markt bessere Chancen hat, Lehrpersonal zu halten oder neues zu gewinnen. Gutes Schulklima, zeitgemässe und gepflegte Infrastruktur, professionelle Führung oder Unterstützungsangebote können Beispiele für entsprechende Kriterien sein.

Ein Jahr lang Provisorium an der Sekundarschule
Die angespannte Situation auf dem Markt der Lehrpersonen geht auch an der Schule Hittnau nicht spurlos vorbei und ist auch nicht neu. So konnte etwa im Schuljahr 2021/22 eine Fachlehrerstelle an der Sekundarschule nicht definitiv besetzt werden, so dass der Unterricht durch mehrmals wechselnde Stellvertretungen gewährleistet werden musste. Eine Situation, welche für alle Beteiligten alles andere als optimal ist. «Wir hatten die Stelle während eines ganzen Jahres ausgeschrieben, aber keine einzige Bewerbung erhalten», muss der für die Sekundarstufe verantwortliche Schulleiter Stefan Lingg feststellen.

Umso erfreulicher, dass es gelungen ist, auf Beginn des kommenden Schuljahres alle Stellen zu besetzen, und zwar mit qualifizierten Lehrpersonen. Letzteres ist vor allem auf der Sekundarstufe alles andere als selbstverständlich, wie Lingg ausführt: «Wir hatten zwei offene Stellen und insgesamt gegen zehn Bewerbungen – der Grossteil davon allerdings von Personen ohne Lehrdiplom. Zum Glück waren aber auch zwei Lehrpersonen darunter, deren Profil genau mit unseren Anforderungen übereinstimmte».

Beziehungen pflegen lohnt sich
Nicht ganz so angespannt hat Lingg die Stellenbesetzung für die Primarschule erlebt. «Wir hatten zwar auch hier nicht viele Bewerbungen, aber doch eine echte Auswahl», fasst der Schulleiter zusammen. Als Motivation für eine Bewerbung in Hittnau werde oft der ländliche und überschaubare Charakter von Gemeinde und Schule genannt; es gelte also, diese Karte bewusst auszuspielen.

Und schliesslich lohne es sich, nicht erst im Zuge der Stellenbesetzungsphase bestehende Beziehungen zu pflegen. Dies insbesondere zu Lehrpersonen, die unter dem Schuljahr eine Stellvertretung in Hittnau leisten. Verläuft diese für beide Seiten positiv, ist dies eine gute Voraussetzung für eine spätere Festanstellung. «Es lohnt sich, den gegenseitigen Kontakt mit diesen Leuten zu pflegen», so die Bilanz des Schulleiters.

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