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24.02.2020 03:04:38


Die Gesetze gelten auch im Internet

Die Gesetze gelten auch im Internet – Elterninformation zum Thema «Gefahren und Risiken von Sozialen Medien» aus strafrechtlicher Sicht

Das Internet gleicht einer grossen Stadt: es gibt sichere Gegenden, nette Leute, Kinderspielplätze, verkehrsberuhigte Zonen und Einkaufsmöglichkeiten. Aber es gibt auch dunkle Ecken, merkwürdige Gestalten, gefährliche Strassen, Rotlichtbezirke und Kriminalität. Stephan Buchs von der Jugendintervention der Kantonspolizei Zürich sprach am Elterninformationsabend der Schule Hittnau darüber, wie sich unsere Kinder verantwortungsvoll in der digitalen Welt bewegen können und wie die Eltern ihre Kinder begleiten können – als vertrauensvolle Zuhörer, hilfsbereite Gesprächspartner, interessierte Mitlernende und gute Vorbilder.

Die Präventionsarbeit im Bereich der sozialen Medien nimmt im Jahresprogramm der Schule Hittnau einen wichtigen Platz ein: Bereits in der 4. Klasse werden die Kinder während einer Doppellektion über die Gefahren und Risiken in der digitalen Welt informiert. Die Beschäftigung mit diesem Thema ab der 4. Klasse ist sinnvoll, denn ab dem 10. Altersjahr gilt für die Jugendlichen das Jugendstrafrecht und sie sind strafmündig. Daneben findet jährlich für die Eltern der 4. Klassen parallel ein Infoabend statt. In der 1. Sekundarstufe geniessen die Jugendlichen einen weiteren Input. Unterstützt werden diese Angebote durch das Präventionscurriculum der Schule, welches das Thema der digitalen Welt ab der 5. Primarstufe in den Klassen behandelt.

Stephan Buchs informierte am Infoabend über diverse Themen: Die Gefahren durch sogenannte Challenges (Jugendliche werden aufgefordert, bestimmte Aufgaben zu vollziehen), Chats, Pornografie, Gewaltdarstellungen und Cybermobbing. Generell stellt Buchs für den Kanton Zürich eine Verlagerung der Thematik in die Mittelstufe fest. Kinder kommen heute über Chats früher mit den Gefahren der digitalen Welt in Kontakt. Gemäss Buchs sei es wichtig, auf bestimmte Anzeichen zu achten: Etwa nervöses Verhalten beim Hören des Klingeltons. Dies lässt in den meisten Fällen darauf schliessen, dass etwas nicht in Ordnung sei. Im Bereich Cybermobbing sei es entscheidend, wenn man schon sehr früh TäterInnen anspricht. Eine Einigung und Lösung des Konfliktes sind so in den meisten Fällen möglich. Buchs stellte auch kurz einige Strategien für Eltern im Umgang mit Socialmedia vor:

Dabei ist es entscheidend, dass Regeln im Umgang mit dem Internet früh mit den Kindern thematisiert werden. So können Verhaltensweisen eingeübt werden und eine gemeinsame Haltung zu den digitalen Medien aufgebaut werden.

Weitere Informationen zum Thema finden Sie beispielsweise unter www.klicksafe.ch oder www.feelok.ch.

Stefan Lingg


Gefahren im Internet
Datum der Neuigkeit 20. Jan. 2020
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